Psychologische Hilfe - mit Kunst

Aktualisiert: vor 8 Stunden
Der künstlerische Ausdruck als psychologische Interaktion -

wobei kann Kunst helfen?
In der Begegnung mit Kunst befinden wir uns im Reich der Farben und Formen, Stimmungen und Ahnungen, der Sensibilität und Sinnlichkeit. Um Kunst selbst herzustellen, bedarf es der Bereitschaft, sich einzulassen, zu fühlen und Neues zu wagen. Diese Bereitschaft wird ausprobiert und weiterentwickelt, denn mit Kreativität gestaltet ein Mensch sein Leben und entwickelt Lösungen.
Schritt 1: Materialauswahl und Symbolik
Wähle aus einer Vielzahl an Materialien 1. Aufgabe: spontan deine Arbeitsmittel aus. Unanhängig davon, ob du schon eine Idee oder keine Ahnung hast - jede Ausgangssituation ist optimal, um nach dem Gefühl eine Wahl zu treffen.
Falls du Inspiration benötigst, schlage ich Themen vor, die einen Einstieg ermöglichen. Möglich ist auch, dass du dich selbst auf die Suche nach geeignetem Material machst. Vielleicht brauchst du dazu Naturprodukte, einen bestimmten Raum oder andere Werkzeuge? Die Bedeutung der gewählten Materialien wird gemeinsam erkundet und du prüfst, ob die Qualität des Materials deinem "Gefühl" entspricht.
die Freiheit der Intuition
Schritt 2: das Gestalten eines Kunstwerks
Du bekommst in der Sitzung Raum und Zeit, deine Kunst zu gestalten. Ich bin anwesend und arbeite parallel an etwas Eigenem, damit du unbeobachtet gestalten kannst.
Deine 2. Aufgabe lautet: ein "unbedeutendes" Werk herzustellen, um den eigenen Leistungsanspruch wegzulassen. Diese Aufgabe ist für uns kognitiv-lastige Lebewesen nicht so leicht zu erfüllen und doch befreiend, wenn du sie ernst nimmst. Künstlerisches Gestalten braucht "Fehlerhaftigkeit", regelmäßiges Arbeiten in kurzen Sequenzen sowie zeitliche Struktur, damit das Werk sich in Ebenen und Techniken "aufbauen" kann.
unendliche Möglichkeiten
Schritt 3: Zwischenbericht des Schaffensprozesses
Wir sprechen im Schaffensprozess, welche Erfahrungen du beim Schaffen machst. Was neu ist und dich beflügelt und verändert oder was alt ist und dich vielleicht behindert. Das, was ich im Kunstwerk zeigen will, ist oft nicht das, was das Kunstwerk letztlich zeigt. Diese Diskrepanz im Schaffensprozess ist eine Erweiterung des Zulassens und des Vertrauens, dass das, was gezeigt werden soll, sich zeigen wird. Von Bedeutung ist, wie ich mich bei dieser (Ent-)Täuschung fühle und damit umgehe. Ist es mein "Selbst" oder etwas "Größeres", das sich hier ausdrücken will? Wieso wirkt es ganz anders, als ich dachte?
Deine 3. Aufgabe lautet: den Prozess zuzulassen, deinen Anspruch wegzulassen und deine Hände tun zu lassen.
ein Schlussstrich
Schritt 4: dein Kunstwerk präsentieren
Du präsentierst dein Kunstwerk und erklärst es als vollendet. Dieser Schritt ist wichtig, denn er ist die Entscheidung für einen ganz bestimmten Ausdruck. Jetzt erst wird deutlich, was genau du gestaltet hast, dass du zu diesem Ausdruck stehst und das Kunstwerk dich repräsentiert. Das kann unterschiedliche Gefühle hervorrufen, die wichtig sind wahrzunehmen. Es kann Scham wegen sehr großer Offenheit und Verletzlichkeit sein, Stolz auf die Klarheit und Stimmigkeit des Ausdrucks oder Angst vor der Bewertung anderer. Jede Emotion ist bedeutsam, denn sie zeigt deine unbewussten Anteile.
ein neues Werk

Schritt 5: wahrnehmen und beschreiben
Wir betrachten gemeinsam dein Werk und deine 4. Aufgabe lautet: beschreibe dein Werk phänomenologisch - beschreibe ohne Deutung und Wertung, was du siehst.
Da wir beim Erschaffen mit dem Werk tief emotional verwoben sind, eröffnet die sinnhafte Wahrnehmung weitere Verständnisweisen aufgrund von Symbolik, Stil, Ausdrucksstärke, Kontraste, Helligkeit, Farbe, Schärfe, Fokus und Technik.
was "spricht" dein Kunstwerk?
Schritt 6: erforschen und deuten
Nun erforscht du dein Werk: zeigt es das, was du ausdrücken wolltest? Unabhängig davon: welche Deutungen wären möglich und welche Gedanken tauchen auf, die Überzeugungen verraten? Vielleicht erinnert dich das Dargestellte an frühere Erfahrungen oder Situationen, an tiefe Wünsche oder verdrängte Ziele? Vielleicht überrascht es dich aber auch mit etwas Unbekanntem? Deine 5. Aufgabe ist: sprich aus, was das Werk dir mitteilt.
Ich unterstütze dich dabei, deine Deutungen ernst zu nehmen und reflektiere mit dir gemeinsam Hintergründe, Hinweise und neue Verständnisräume.
was kostet es?
60 min "Kunstgestaltung" für 160 €
im Paket von 10 Sitzungen:
60 min "Kunstgestaltung" für 140 €
Das Angebot beinhaltet die Kunstmaterialien, strapazierbare Kleidung wird empfohlen.




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