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Worte sind wie Regentropfen

  • Autorenbild: isa belle
    isa belle
  • 27. Sept. 2020
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 16. März

Aus dem Meer aller Möglichkeiten ein Quäntchen von Bedeutung fischen.


frisch aus der Feder

Licht

 

 

ich liebe

und lächle

und dann

Stille

weg von dir

träumend

mich wälzend

preisend einen Gott

der verborgen

mich glauben lässt

alles sei möglich

raunend staunend

bitte ich

ich flehe

um deine Hand

auf meinem Bauch

zitternd

flüstern wir

und glauben

den Worten

tief und warm

denk ich

und weine

leuchtendes Herz

und kalte Seele

ich liebe dich

murmle ich

und lösche

das Licht

 



nichts als die Wahrheit


ich bleibe

 

 

meine eine Körperseite

schmerzt

als ob man ihr die Haut abzieht

und meine andere

wie betäubt

von kühler Luft

der Einsamkeit

 

wäre ich frei

dann

doch ich trinke

verschlinge Unmengen Schokolade

und fülle vermeintlich das Loch

das Unendliche

 

Jahre später

sind es Krater geworden

klaftertiefer Grund

zwischen blutroten Felsen

ich warte

auf die Zufälligkeit

von Glück

 

ich glaube

ich bleibe

unter all den eingespielten Paaren

im Dschungel

unerfüllter Träume

 


5.2024

 

 

Erinnerung an früher

Vernünftig

 

 

Oh so rauschend ist mein Herz

so durstig meine Seele

sitzend liebe ich einen Jungen

Wein fließt durch die Kehle

 

ich spüre den Raum kaum

die Luft ist so träge

wenn er nur liebte wie ich

so unbändiglich

wie herrlich wäre das Leben

 

er weiß von nichts

ich kann nicht mit ihm reden

einsam sitzt die Seele

mitten im laut atmenden Leben

 



am tiefsten Punkt


tiefer

 

 

tief tiefer noch tiefer

uferlos

Wasser ohne Horizont

keiner versteht

diese Tiefe

die unter dem Boden

versickert

 

Gräser nicken

im Vorrübergehen

mein Abschied

von der Welt

meinem Leben

weniger als wenig

kaum greifbar

 

und ich vermute

meine Seele

wartet irgendwo

tiefer

als ich



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